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Kreative Köpfe und kommunikative Funkamateure treffen sich in Friedrichshafen

24.06.2016 | 

"Amateurfunk - Zu Wasser, zu Lande und in der Luft" ist das diesjährige Motto der Ham Radio. Europas führende Amateurfunkmesse zieht noch bis Sonntag, 26. Juni Funkamateure aus aller Welt an, die sich in Friedrichshafen einmal im Jahr treffen. 198 Aussteller zeigen ihre Neuheiten. "Auch viele internationale Verbände bereichern die Messe. Die Aussteller kommen aus 36 Nationen - neben Europa sind auch viele Aussteller aus den USA, aus Japan, Taiwan, China, Australien und Indien vertreten", berichtet Petra Rathgeber, Projektleiterin der Messe Friedrichshafen. Auf der teilweise parallel stattfindenden Maker Faire Bodensee präsentieren sich 64 Aussteller, die Bastlern und Tüftlern neue Inspiration bieten.


Steffen Schöppe, Vorsitzender des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) e.V. erläutert das Motto der diesjährigen Veranstaltung: "Der Funkamateur in seiner meist warmen Stube hat oft gar keinen Begriff davon, mit welchen Herausforderungen die Gegenseite zu kämpfen hat, wenn sie sich auf dem Wasser oder in der Luft befindet. Aber auch manche Aktivitäten auf dem Lande erfordern viel Zeit der Vorbereitung und administrative Arbeit." Darauf und auf die Vielschichtigkeit dieses Hobbys soll das Messemotto insbesondere hinweisen: Egal, wo sich Funkamateure befinden - ob in der Luft, auf dem Wasser oder an abgeschiedenen Orten - Funkamateure können immer Kontakt zu anderen Menschen herstellen.


Einer, der weiß, wovon Steffen Schöppe spricht, ist Felix Riess. Der Elektroingenieur und Funkamateur lebte und arbeitete bereits zwei Mal jeweils 14 Monate auf einer Forschungsstation in der Antarktis. Hier findet der Großteil der Kommunikation über Sprechfunk auf Kurzwelle statt, da dieser am zuverlässigsten funktioniert. Dazu gehört beispielsweise die logistische Koordination mit benachbarten Forschungsstationen, Schiffen und Flugzeugen. "Sprechfunk ist jedoch nicht die Hauptaufgabe des Elektrotechnikers", betont Felix Riess: "Der Elektroniker betreut alle wissenschaftlichen Datenerfassungssysteme vor Ort sowie die komplette Übertragungstechnik. Als Funkamateur bringt man dafür wichtige praktische Erfahrungen sowie viel Improvisationstalent mit. Das ist sehr nützlich für diesen Job, denn im antarktischen Winter ist die Mannschaft neun Monate auf sich gestellt. Ist eine Reparatur nötig, können keine Ersatzteile nachgeliefert werden." In seiner Freizeit ging Felix Riess gerne seinem Hobby nach, er war heiß begehrter Funkkontakt für Funkamateure aus aller Welt, denn die Antarktis ist nicht so leicht zu erreichen.


Die Maker Faire Bodensee, findet am Samstag, 25. und Sonntag, 26. Juni zum dritten Mal mit neuem Namen und der Maker Media GmbH als neuem Partner in Friedrichshafen statt. "Insgesamt 64 Aussteller werden Bereiche von Kreativ über Upcycling oder ‚aus Alt mach Neu‘ und Computerumbauten bis hin zu Cosplay und Gaming vertreten," erläutert Projektleiterin Petra Rathgeber. "Der Kreativität der Besucher werden in Workshops keine Grenzen gesetzt und Vorträge führen an die unterschiedlichen Hobbys heran." Philipp Stefan, Maker Faire Community Manager gibt einen Überblick über die neuesten Selbermach-Trends: "Im Bereich 3D-Drucker gewinnt das Material Harz an Bedeutung. Ein Dauerbrenner ist auch, alte Hardware und Geräte mit Mini-Chip-Computern fit für die Zukunft zu machen."


Die Ham Radio findet noch bis Sonntag, 26. Juni 2016 in Friedrichshafen statt. Die Maker Faire Bodensee öffnet ihre Tore von Samstag, 25. bis Sonntag, 26. Juni. Die Tageskarte kostet 9 Euro, im Vorverkauf 8 Euro. Die Drei-Tageskarte ist für 20 Euro, im Vorverkauf für 18 Euro erhältlich. Die Eintrittskarte berechtigt zum Besuch beider Veranstaltungen.

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